Achsmessgerät für Pkw und Transporter (Auslaufmodell)

Max. Achslast 2500 kg (Tragfähigkeit der Drehteller) Max. Reifenaußendurchmesser 830 mm Stromversorgung: Batteriebetrieb, 4 Akkus oder Batterien 1,5 V, Größe AA (14 x 50 mm) in jedem Messkopf Laser: Klasse II, max. 1,2 mW

Technische Daten

Das Laser-Achsmessgerät GEOLUX ist ein klassisches (optisch-mechanisches) Gerät zur Messung der Radstellungswerte von Kraftfahrzeugen. Es ist in einer Ausführung mit 2 oder mit 4 Messköpfen erhältlich. Mit beiden Ausführungen lassen sich alle Werte messen, die für ein einwandfreies Fahrverhalten und einen minimalen Reifenverschleiß erforderlich sind.

Standardausstattung:

  1. Messkopf links – 1 Stück
  2. Messkopf rechts – 1 Stück
  3. Selbstzentrierender Radhalter für 12”–19”-Felgen – 2 Stück
  4. Zentriertafeln für 12”–19”-Felgen – 2 Stück
  5. Lenkradfeststeller – 1 Stück
  6. Bremspedalfeststeller – 1 Stück
  7. Drehteller mit Bereich +60° 0° -60°, max. Belastung 2500 kg – 2 Stück

Messbereich:

Gesamtspur : –15 bis +30 mm, -2° bis +4°
Sturz : -4° bis +8°
Nachlauf : -2° bis +15°
Spreizung : -2° bis +15°
Radversatz vorn (Set-back) : 0 bis 50 mm
Lenkeinschlag : -60° bis +60°

Funktionsprinzip

Bei der Achsvermessung werden die Werte der horizontalen und der vertikalen Winkel abgelesen. Die horizontalen Winkel werden direkt auf Messtafeln abgelesen, die vom Strahl energiearmer Lasermodule in den vorderen Messköpfen beleuchtet werden. Die vertikalen Winkel werden an den Drehskalen der Winkelmesser abgelesen, die nach dem Prinzip der Röhrenlibelle arbeiten. Grundvoraussetzung für genaue Messwerte ist, dass der Aufnahmebolzen des Messkopfes exakt in der Drehachse des Rades liegt. Dies wird durch eine sorgfältige Felgenschlagkompensation mit den Kompensatoren der Radhalter erreicht.

Aufbau des vorderen Messkopfes

  1. Querlaufender Laserstrahl zur Messung von Spur und Radversatz der Vorderräder.
  2. Längslaufender Laserstrahl zum Ausrichten der Vorderräder zu den Hinterrädern.
  3. Messtafel mit Skala für Spur und Radversatz.
  4. Hebel zum senkrechten Verstellen des querlaufenden Laserstrahls.
  5. Röhrenlibelle am Arm des Messkopfes.
  6. Drehknopf der Sturzskala und der Libelle des Winkelmessers.
  7. Skala für Nachlauf und Spreizung.
  8. Sturzskala.
  9. Libelle.
  10. Ein-/Ausschalter der Laser.
  11. Batteriefach für 4 Batterien Typ AA 1,5 V.
  12. Feststellschraube des Messkopfes am Radhalter.
  13. Standard-Aufnahmebohrung für den Radhalter.
  14. Zusätzliche Aufnahmebohrung für tiefergelegte Fahrzeuge.
Der linke Messkopf ist spiegelbildlich zum rechten aufgebaut.

Selbstzentrierender Radhalter mit Felgenschlagkompensator

Die Spannklauen des Radhalters lassen sich umsetzen, um die Felge innen oder außen zu spannen.

Durchführung der Achsvermessung

Für eine korrekte Achsvermessung muss das Fahrzeug auf einer Fläche stehen, die sowohl quer als auch längs zur Fahrzeugachse eben ist. Fahrwerk, Lenkung und Räder müssen vor der Achsvermessung in technisch einwandfreiem Zustand sein.

Anbringen des Achsmessgeräts zur Messung der Vorderachse

Die Radhalter an den Vorderrädern und die Messtafeln an den Hinterrädern werden wie in der Abbildung oben befestigt. Damit die Messwerte nicht durch Felgenschlag oder falsch montierte Radhalter verfälscht werden, wird eine Felgenschlagkompensation durchgeführt. Dazu wird das Fahrzeug angehoben und das Rad gedreht, wobei der Laserpunkt auf der hinteren Messtafel beobachtet wird. Pendelt der Punkt seitlich um den Mittelwert, wird die Kompensation durchgeführt. Danach bleibt der Laserpunkt ruhig stehen.

Anschließend wird das Fahrzeug abgesenkt, Bremspedal- und Lenkradfeststeller werden angebracht (nachdem die Lenkung auf Geradeausfahrt gestellt wurde).

Messung der Vorderachswerte

Nach diesen Schritten können die Radstellungswinkel der Vorderachse abgelesen werden – unter der Annahme, dass der Fahrachswinkel der Hinterachse null beträgt. Die Vorderräder werden so eingestellt, dass die Anzeigen auf der linken und rechten Zentriertafel an den Hinterrädern gleich sind (A = B). Die Räder stehen nun in Geradeausstellung. In dieser Stellung lassen sich Spur und Sturz direkt ablesen, was in den meisten Fällen ausreicht. Für Spreizung und Nachlauf müssen die Räder um 20° bzw. 10° nach links und rechts eingeschlagen werden. Sollen alle 4 Räder vermessen werden (Ausführung mit 2 Messköpfen), beginnt die Messung an der Hinterachse gemäß Bedienungsanleitung. Dank der Bauweise des Geräts wird der Fahrachswinkel der Hinterachse beim Einstellen der Vorderachse berücksichtigt. Im Ergebnis erhalten wir alle Messwerte und Einstellungen, die für ein einwandfreies Fahrverhalten auf der Straße erforderlich sind.